"Hochzeitsgedichte - eine sehr persönliche Note"

Hochzeitsgedichte - eine sehr persönliche Note

 Hochzeitsgedichte sind sicher ein beliebtes und schönes Stilmittel, um seine Hochzeit vollkommen erscheinen zu lassen. Ob das Gedicht nun nur für den Partner vorgetragen wird, oder ob es Gehör in ein großen Runde findet - sind einige elementare Punkte zu beachten, damit die gute Absicht nicht nach hinten losgeht.



Ein Hochzeitsgedicht sollte nicht kopiert werden, nichts ist peinlicher als wenn der Schwindel im nachhinein auffliegt. Vor dem verfassen sollten sie sich eine kurze Liste mit Wörtern erstellen, welche unbedingt ins Hochzeitsgedicht reingehören. An Hand dieser Liste finden sie dann ihren Reimstil und Schema. Dabei sollte auch nicht der Spaß zu kurz kommen, ein paar lockere Sprüche brechen schnell das Eis, auch wenn ihre dichterischen Fähigkeiten eher bescheiden ausfallen.

Wenn sie es wirklich nicht schaffen sollten, dass kleinste Reimpaar aufs Papier zu bringen, besteht noch die Möglichkeit über die Dienstleistung eines Ghostwriters sich ein geeignetes Gedicht schreiben zu lassen.

Wer selbst nicht zur Feder greifen möchte, findet hier einige Beispiele für Hochzeitsgedichte:
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Freudvoll und leidvoll -gedankenvoll sein; Hangen und Bangen in schwebender Pein; himmelhoch jauchzend, zum Tode betrübt- glücklich allein ist die Seele, die liebt (Goethe)
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Oh wie lieblich, oh wie schicklich, sozusagen herzerquicklich, ist es doch für eine Gegend, wenn zwei Leute, die vermögend, außerdem mit sich zufrieden, aber von Geschlecht verschieden; wenn nun diese, sage ich, ihre dazu nötigen Papiere, sowie auch die Haushaltssachen, endlich mal in Ordnung machen. Und in Ehren und beizeiten, hin zum Standesamte schreiten. Wie es denen, welche lieben, vom Gesetze vorgeschrieben. Dann ruft jeder freudiglich: "Gott sei Dank! Sie haben sich!" (Wilhelm Busch zum Thema Ehe) ____________________________________

Wenn wir heiraten, übernehmen wir ein versiegeltes Schreiben, dessen Inhalt wir erst erfahren, wenn wir auf hoher See sind. (Lilli Palmer) ____________________________________

Glück und Traum Du hast uns oft im Traum gesehen zusammen zum Altare gehen, und dich als Frau, und mich als Mann. Oft nahm ich wachend deinem Munde, in einer unbewachten Stunde, So viel man Küsse nehmen kann. ____________________________________

Das reinste Glück, das wir empfunden, die Wollust mancher reichen Stunden floh, wie die Zeit, mit dem Genuss. Was hilft es mir, dass ich genieße? Wie Träume fliehn die wärmsten Küsse, und alle Freude wie ein Kuss. (Johann Wolfgang von Goethe)




 





 

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